Unterstützung von Kollegen der Verlagsgruppe Rhein Main

Auch die Interessenvertretung der Beschäftigten der Verlagsgruppe Rhein Main zeigt sich solidarisch:

„Der Betriebsrat der VRM (Verlagsgruppe Rhein Main, Mainz) schickt Euch solidarische Grüße! Ihr kämpft und streikt gegen die Ungleichheit der Beschäftigten, für die Anerkennung des Flächentarifvertrages, für Tarifverträge für Redakteure, Volontäre und Angestellte. Das verdient unseren größten Respekt!

Wie wichtig Euer Kampf ist, zeigt ein Blick in die Verlagslandschaft. Aber auch darüber hinaus stehlen sich immer mehr Unternehmen aus der Tarifbindung. Arbeitnehmer müssen um Rechte betteln oder aber, wie Ihr, kämpfen. Auch die VRM hat sich mit dem 1. Januar 2014 aus der Tarifbindung „verabschiedet“. Wir kennen Eure Situation also nur zu gut.

Euer Engagement und Eure Hartnäckigkeit machen uns Mut und werden uns ein Ansporn sein.

Wir wünschen Euch Kraft und Erfolg!

Der Betriebsrat der Verlagsgruppe Rhein Main (Mainz)

Dr. Alfred Roth (Betriebsratsvorsitzender)

Sabina Hoffmann (stellvertretende Betriebsratsvorsitzende)“

Solidarische Grüße von der Frankfurter Rundschau

Auch die Belegschaft der Frankfurter Rundschau bestärkt uns bei unseren Bemühungen für eine Rückkehr zum Normalzustand Flächentarifvertrag. Die Kolleginnen und Kollegen schreiben uns:

„Auf unserer heutigen Betriebsratssitzung haben wir beschlossen, Euch unsere solidarischen Grüße zu schicken. Die Frankfurter Rundschau befindet sich in einer ähnlichen Situation: Etwa zwei Drittel der insgesamt 115 Redakteurinnen und Redakteure werden weitab vom Tarif ganz mickrig bezahlt. Die Geschäftsführung wollte mit uns eine Betriebsvereinbarung abschließen, die diese Situation zementiert. In der letzten Betriebsversammlung vor Weihnachten hat die Belegschaft abgestimmt: Eine überwältigende Mehrheit hat sich gegen die Betriebsvereinbarung ausgesprochen. Mal sehen, wie es weitergeht… Euch jedenfalls wünschen wir aus Frankfurt gutes Gelingen. Toll wie Ihr das hinkriegt.“

FriederikeTinnappel für den Betriebsrat der Frankfurter Rundschau

Arbeitgeber lehnen Kompromissangebot der Gewerkschaften ab

Die siebte Runde der Tarifverhandlungen für die Rheinische Redaktionsgemeinschaft (RRG) endete am Mittwoch ohne Ergebnis. Die Arbeitgeberseite lehnte ein Kompromissangebot der Gewerkschaften ab. Die Verhandlungskommission hatte angeboten, die Manteltarifverträge zum 1. Juli dieses Jahres und die Gehaltstarifverträge erst zum 1. Januar 2019 in Kraft zu setzen. DJV-Verhandlungsführer Volkmar Kah: „Mit diesem Angebot sind wir der Arbeitgeberseite finanziell deutlich entgegengekommen.“ Der Vorschlag mache deutlich, dass die RRG-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter zum Kompromiss bereit seien. Außerdem würde das Angebot, die  Tarife zeitversetzt einzuführen, dem Arbeitgeber erhebliche Kosten sparen. Die Arbeitgeberseite begründete ihre Ablehnung mit dem Hinweis, die RRG könne sich die in den Flächentarifverträgen  festgeschriebenen Gehälter nicht leisten.

Im Gegenzug präzisierte die Arbeitgeberseite ihr im vergangenen Oktober unterbreitetes Angebot in drei Punkten.
1. Monatsgehalter für Redakteure ohne Regelqualifikation (2a)
3000 Euro im 1. Berufsjahr
3250 Euro ab 4. Berufsjahr
3500 Euro ab 8. Berufsjahr/Endstufe
(Im Flächentarifvertrag liegt die Endstufe derzeit bei 4793 Euro)
2. Höhergruppierung für ehemalige Rundschau-Sekretärinnen in die Tarifgruppe A4
3. Jahresleistung von 1500 Euro für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, die nach Juli 2014 angestellt worden sind.
Alle anderen der von der Arbeitgeberseite im Oktober vorgeschlagenen Verschlechterungen der Tarifverträge sollten weiter bestehen.

Die Verhandlungskommission wies den Vorschlag als gänzlich unzureichend zurück. Christof Büttner (ver.di) sagte: „Wir fordern weiter die Anerkennung der Flächentarifverträge.“

„Die Geschäftsführung  hält auch mit dem modifizierten Angebot daran fest, Redakteurinnen und Redakteure ungleich zu bezahlen, obwohl die Personalkosten auch bei der Anerkennung der Tarifverträge  in den nächsten Jahren sinken werden“, stellte Volkmar Kah fest.

Die Tarifparteien vereinbarten, die Gespräche am 2. Februar 2018 fortzusetzen.

Die Verhandlungskommission in einer Pause.

Unterstützung aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Auch Elisabeth Winkelmeier-Becker, CDU-Bundestagsabgeordnete aus Siegburg und stellvertretende Landesvorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU, bekennt sich zu fairen Arbeitsbedingungen und Tarifverträgen und unterstützt die Forderungen der RRG-Beschäftigten:

„Eine freie, unabhängige und ausgewogene Berichterstattung ist in Zeiten von fake news, die sich über soziale Medien massenhaft verbreiten lassen, wichtiger denn je. Guter Journalismus braucht dazu Tarifverträge mit fairen Löhnen und guten Arbeitsbedingungen. Als Leserin beider Zeitungen der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft weiß ich Qualitätsjournalismus zu schätzen und unterstütze daher diese Forderungen der Lokaljournalisten.“

Solidarische Grüße von Kollegen der Mediengruppe Madsack

Mit großem Interesse verfolgen auch die Kolleginnen und Kollegen bei Madsack unsere Tarifauseinandersetzung. Sie haben uns die folgende Nachricht geschickt:

„Liebe Kolleginnen und Kollegen der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft,

das ist wirklich ein starker Auftakt für das neue Jahr! Ihr lasst nicht locker, steht zusammen, bleibt hartnäckig. Wir Rostocker und „Madsäcke“ können nur den Hut ziehen, wie Ihr in der Kölner Region für Eurer gutes Recht kämpft – einen Tarifvertrag mit fairen Gehältern und Arbeitsbedingungen.

Wir wünschen Euch maximale Kampferfolge und natürlich – trotz Winterwetters – auch ein bisschen Spaß bei Euren Aktionen!

Solidarische Grüße aus Rostock

Detlef Schütz, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Mediengruppe Madsack

Christoph Hohlfeld für den Betriebsrat und die gewerkschaftlichen Vertrauensleute der Ostsee-Zeitung“

Es gibt keine Grenze für die Anzahl der Streiktage

Ver.di-Vertrauensleute der DuMont-Mediengruppe haben vor dem Verlagsgebäude in Köln ein weiteres Flugblatt zur Tarifauseinandersetzung in der RRG verteilt. Das  Flugblatt informiert über das Recht zu streiken. „Es gibt keine Grenze für die Anzahl der Streiktage“, heißt es darin zum Beispiel.